Unterstützung für Opfer von Straftaten

Institutionen der Opferhilfe

Einrichtungen, die Hilfestellung anbieten: Interventionsstellen/Gewaltschutzzentrum gegen Gewalt in der Familie, Frauennotrufe und Frauenberatungsstellen, Kinderschutzzentren, Männerberatungsstellen und allgemeine Opferschutzeinrichtungen.

Die Interventionsstellen/Gewaltschutzzentren Österreichs bieten Unterstützung für Opferhäuslicher Gewalt – meist Frauen und Kinder. Als gesetzlich anerkannte Opferschutzeinrichtungen sind sie im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres und der Frauensektion im Bundeskanzleramt tätig. Sie arbeiten in enger Abstimmung mit Exekutive und Justiz, damit die Sicherheit für Opfer familiärer Gewalt erhöht wird.

Frauennotrufe und Frauenberatungsstellen bieten Unterstützung für Frauen in familiären Krisen, bei Vergewaltigung und (sexueller) Gewalt.

Kinderschutzzentren unterstützen Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, die als Minderjährige misshandelt oder missbraucht wurden.

Männerberatungsstellen bieten Männern, die von Gewalt betroffen sind, Hilfestellung.

Allgemeine Opferschutzeinrichtungen: Opfer von situativer Gewalt wie Überfall, Einbruch, Raub, Angehörige von Mordopfern, erhalten Unterstützung beim Weissen Ring.

Der „Weisse Ring“ ist eine gemeinnützige Vereinigung zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten und kann Ihnen neben Rechtsberatung und Therapievermittlung unter Umständen auch finanzielle Soforthilfe gewähren.

Prozessbegleitung

Opfer von Gewalt, gefährlicher Drohung und Sexualdelikten sowie Angehörige in direkter Linie haben Anspruch auf Prozessbegleitung.

Anwaltliche und psychosoziale Prozessbegleitung: Zur Sicherstellung der Wahrung der Rechte und Ansprüche von Opfern von Gewalt dient die  Prozessbegleitung durch RechtsanwältInnen bis zur Beendigung des Strafverfahrens. Sie umfasst Information und juristische Beratung über das Strafverfahren.

Psychosoziale Prozessbegleitung steht zur Information, Unterstützung, Stärkung und Begleitung vor und während des Strafverfahrens sowie zur Nachbesprechung zur Verfügung.

Psychosoziale und/oder anwaltliche Prozessbegleitung kann bereits vor der Anzeigenerstattung bei der Polizei einsetzen und umfasst auch die Vorbereitung auf und Begleitung zur Anzeigenerstattung.

Psychosoziale und anwaltliche Prozessbegleitung wird vom Bundesministerium für Justiz finanziert und ist für die betroffenen Opfer von Straftaten ohne Kosten.

Folgende Einrichtungen werden vom Bundesministerium für Justiz gefördert und bieten Prozessbegleitung an:

Link zu den vom BMJ geförderten Vereinen, die Prozessbegleitung anbieten

Verbrechensopfergesetz

Wenn Sie Opfer einer mit Vorsatz begangenen Straftat geworden sind, dabei eine Körperverletzung oder Gesundheitsschädigung erlitten haben und sich zum Zeitpunkt der Tat rechtmäßig in Österreich aufgehalten haben, kann Ihnen staatliche Hilfe (z.B. in Form von Kosten für Heilbehandlung und Therapiekosten, soweit diese nicht von der Sozialversicherung gedeckt sind) geleistet werden.

Ihnen kann auch Hilfe gewährt werden, wenn durch eine solche Straftat eine Person getötet wurde, die nach dem Gesetz für Ihren Unterhalt zu sorgen hat. Über Anträge auf Gewährung von Hilfeleistungen nach dem Verbrechensopfergesetz entscheidet das Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen.

Die Leistungen sind teilweise an Fristen gebunden, Sie sollten sich daher relativ rasch mit dem Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen in Verbindung setzen.

Weitere Informationen unter:

http://www.help.gv.at/Content.Node/291/Seite.2910007.html

http://www.bundessozialamt.gv.at/basb/Renten_&_Entschaedigungen/Verbrechensopfer

Entschädigungsvorschuss durch den Bund

Wenn der Schädiger durch ein Zivil- oder Strafgericht zu einem Schadenersatzbetrag an Sie verpflichtet wurde und daneben auch noch zu einer unbedingten Geld- oder Haftstrafe verurteilt worden ist, kann Ihnen auf Ihren Antrag unter bestimmten Voraussetzungen (vor allem unter Bedachtnahme auf Ihre eigenen Einkommens- und Vermögensverhältnisse) ein Vorschuss auf die Entschädigungssumme durch den Bund gewährt werden, wenn nicht ein Anspruch nach dem Verbrechensopfergesetz besteht.

Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an das Strafgericht, das Ihnen einen Betrag zugesprochen oder den Schädiger verurteilt hat.

 

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