Opfer-Notruf: 0800 112 112
Presse
Eine Initiative des Bundesministeriums für Justiz betrieben vom Weißer Ring
OPFER-NOTRUF
Eine Initiative des
Bundesministeriums für Justiz,
betrieben vom WEISSEN RING.

17.10.2008
Weisser Ring Österreich feiert sein 30-jähriges Bestehen
Festveranstaltung im Parlament zu Ehren des Engagements in den Bereichen Opferschutz und Opferhilfe

Wien, 17. Oktober 2008 - Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Weissen Ringes in Österreich fand heute, 17. Oktober 2008, im Parlament die Festveranstaltung "30 Jahre Weisser Ring" statt. Mag.a Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrats und HonProf.Dr. Udo Jesionek, Gründungsmitglied und heutiger Präsident des Weissen Ringes begrüßten mehr als 300 Gäste aus Politik, Justiz und Inneres, Wissenschaft, dem Frauen-, Sozial- und Gesundheitsbereich sowie den Medien.

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Die gesamten Texte der Festreden finden Sie im Pressebereich der Homepage des Weissen Ringes.

27.08.2008
Opferschutz - Pressekonferenz am 27.08.2008 - Dr. Maria Berger, Bundesministerin für Justiz
Opfer von Straftaten wollen gehört, ernst genommen und anerkannt werden, mit einem Wort: erleben dürfen, dass das Verfahren ihnen gerecht wird. Sie erwarten, dabei unterstützt zu werden, mit der Erfahrung von Unrecht zu Rande zu kommen und ihre verlorene Sicherheit wieder zu finden. Opfern fordern zu Recht, im Strafverfahren schonend behandelt, begleitet und nicht neuerlich für die Zwecke anderer instrumentalisiert zu werden.

In den letzten eineinhalb Jahren hat das Justizministerium einige wichtige Initiativen im Opferschutz gesetzt. Es ist einiges zur Verbesserung der Lage der Straftatopfer gelungen, teilweise in Kooperation mit privaten Vereinen der Opferhilfe. Ein neuer Opfer-Notruf wurde erfolgreich eingerichtet, die Prozessbegleitung erweitert und der Entwurf für ein Zweites Gewaltschutzgesetz erarbeitet.

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27.08.2008
WEISSER RING: Ein Jahr Opfernotruf 0800 112 112
Am 1. Juli 2007 hat der Weisse Ring den Betrieb des Opfernotrufs 0800 112 112 übernommen. Ein Team aus PsychologInnen und speziell geschulten, in der Opferhilfe jahrelang erfahrenen JuristInnen haben die telefonische Beratung und Betreuung von Verbrechensopfern von 0:00 - 24:00 Uhr übernommen.

Vom 1. Juli 2007 bis 30. Juni 2008 wurden 12.500 Anrufe gezählt und 10.605 Gespräche mit Opfern geführt.

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28.07.2008
Weisser Ring zieht Bilanz: Steigende Zahlen zeigen Notwendigkeit!
Im ersten Halbjahr 2008 haben rund 2.500 Opfern von Verbrechen den Weissen Ring kontaktiert: Das bedeutet eine Steigerung um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon erfolgten in 673 Fällen intensive Beratungs- und Betreuungsgespräche, die vor allem Orientierungsgespräche mit PsychologInnen/JuristInnen, psychosoziale und anwaltliche Prozessbegleitung in finanziellen Notlagen sowie Gewährung von zinsenlosen Darlehen und einmaligen Unterstützungen beinhalten.
 
Einen weiteren Anstieg der betreuten Fälle musste der Weisse Ring auch im Bereich der Prozessbegleitung verzeichnen. Um rund 2/3 stieg der Bedarf im ersten Halbjahr 2008. In 243 Fällen (Vergleichszeitraum 2007: 143) wurde das Angebot der psychosozialen sowie anwaltlichen Prozessbegleitung des Weissen Ringes von Kriminalitätsopfern genutzt, wobei das Spektrum an Delikten von Körperverletzung (36 Prozent) bis hin zu Mord (5 Prozent) reichen.
 
" Der starke Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass vor allem die Polizei, aber auch die Justiz, die Informationspflicht ernst nimmt, die mit 1.1.2007 klar und deutlich in der Strafprozessordnung festgeschrieben ist" erläutert Udo Jesionek, Präsident des Weissen Ringes. " Wir stellen dies nicht nur bei der Opferbetreuung durch den Weissen Ring fest sondern auch beim Opfernotruf 0800 112 112, den wir seit einem Jahr im Auftrag der Frau Bundesministerin für Justiz Maria Berger betreiben."
 
Weisser Ring betreut Opfer-Notruf 0800 112 112 nun seit einem Jahr
Im Auftrag von Justizministerin Maria Berger übernahm der Weisse Ring mit 1. Juli 2007 den Betrieb des Notrufes für Opfer von Straftaten unter der bundesweit kostenfreien Rufnummer 0800 112 112. Nun wird Bilanz gezogen:
 
Täglich nehmen ca. 30 Menschen das telefonische Informations- und Beratungsangebot des Opfernotrufes 0800 112 112 in Anspruch. 64 Prozent der dokumentierten bzw. betreuten Gespräche wurden mit Frauen, 35 Prozent mit Männern und 1 Prozent mit Kindern geführt. Rund 60 % der AnruferInnen sind selbst Opfer einer Straftat geworden, in 15 Prozent der Fälle sind es Angehörige, die Rat und Hilfe suchen. Das am häufigsten genannte Delikt ist Körperverletzung (21 Prozent), gefolgt von häuslicher Gewalt (13,7 Prozent) und Stalking (11,2 Prozent).
 
Neben der Erstberatung ist die wichtigste Aufgabe des Opfernotrufes, die Betroffenen mit Beratungs- und Betreuungseinrichtungen vor Ort in Kontakt zu bringen (Kinderschutzeinrichtungen, Interventionsstellen, Gewaltschutzzentren und Frauenberatungsstellen und an die lokalen Anlaufstellen des Weissen Ringes in ganz Österreich).
 
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01.01.2008
Aussprechen hilft! Der Opfernotruf 0800 112 112
Österreichweite Hörfunkspots im Rahmen der Kampagne "Aussprechen hilft!"


Im Zuge der im November 2007 gestarteten Plakatkampagne "Aussprechen hilft!" gehen zwei Hörfunkspots um die Jahreswende on air. Der Schwerpunkt liegt bei der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen, die vor allem an der Gewalt in Familien oder in Schulen betroffen sind.

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